Baraćeve Špilje

BARAĆEVE ŠPILJE • BARAĆ CAVES • BARAĆ

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HÖHLE

• Höhle

Allgemeinse uber die höhlen in Kroatien

Das schöne Kroatien ist ein speläologisches Eldorado. Nicht viele Länder erstrecken sich mit ihrer Fläche über so viele Karstgebiete: Mehr als 50 Prozent der Landesfläche und sogar siebzig Prozent Meeresgrund sind aus Kalksteinfelsen. Spezifisch für sie ist, dass sie wasserlöslich sind. Durch Zusammenwirken von Wasser und Kalkstein entsteht ein ungewöhnliches und spezifisches Relief mit zahlreichen Karstformen. In Kroatien erstreckt sich der Karst von Istrien über das Kroatische Küstenland, Gorski Kotar, Kordun, Lika und Dalmatien mit den Inseln bis hin zu der Grenze zu Montenegro. Es ist ein Bestandteil des Karstes von Dinara, genannt nach dem spezifischsten und eindrucksvollen Gebirge Dinara, das an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegowina liegt und ein ausdrucksvolles und typisches Kalksteingebirge ist. Der Dinara-Karst erstreckt sich von Sontig, entlang der Adria bis hin zu Albanien.

Oberirdische Karstformen sind gekennzeichnet von: Karstfelder, Karsttrichter, Karren, Schlundflüsse, Karstquellen, Bergaugen, Estavellen... Die Hydrologie ist in Karstgebieten spezifisch. Flüsse und Bäche schneiden in den Kalkstein tiefe Mulden ein, die nicht selten versickern und weiter durch unterirdische Wege fließen. Das ist eine Weise der Entstehung von unterirdischen Karstformen, die genauso interessant und spezifisch wie die oberirdischen Formen sind.
Die Speläologie – Wissenschaft über die unterirdischen Höhlen - erforscht die unterirdischen Phänomene. In Kroatien sind über 8000 speläologische Objekte bekannt. Etwas weniger als die Hälfte wurde teilweise oder zur Gänze erforscht. Der Enthüllung der Geheimnisse der natürlichen Unterwelt tragen größtenteils auch Fachleute aus verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten bei, meistens Geologen, Hydrologen, Biospeläologen, Meteorologen, insbesondere aber Paläontologen und Archäologen, da es bekannt ist, dass die Höhlen in der näheren geologischen Vergangenheit als Unterkunfts- und Wohnstätten verschiedener Tieren, Urmenschen, aber auch den neuzeitlichen Menschen gedient haben. Am häufigsten wurden Beweise in den Anhäufungen in den Eingangsbereichen der Höhlen, aber auch tiefer in den Kanälen gefunden.

In Kroatien ist eine Vielzahl von speläologischen Objekten bekannt, die sich durch ihr großes Reichtum an Verzierungen, endemischen Arten der Höhlentierwelt (wie der Grottenolm) sowie wertvollen paläotonlogischen und archäologischen Funden hervorheben. Eine kleine Zahl von Höhlen und Gruben sind für touristische Zwecke eingerichtet. Von den bekannteren Höhlen sind die Gornja und Donja Cerovačka Grotte bei Gradačac in Lika touristisch eingerichtet. Weiterhin gibt es die Höhle Vrelo unweit von Fužine und Lokvarka bei Lokav in Gorski Kotar, Vrlovka bei Ozalj, Grgas-Höhle in der Nähe von Samobor, Veternica auf den Hängen von Zagrebačka Gora, Vranjača unweit von Split, Biserujak auf der Insel Krk und die einzige für touristische Zwecke eingerichtete Grube - Grube Baredine bei Poreč. Neben den touristischen Höhlen gibt es eine Vielzahl von Höhlen, die im vergangenen Jahrhundert teilweise touristisch eingerichteten wurden, unter welchen die Samograd-Höhle in Perušić und die Barać-Höhlen in Nova Kršlja bei Rakovica in der Region Kordun am bekanntesten sind.
Die Barać-Höhlen befinden sich ca. sechs Kilometer östlich von Rakovica (Magistralstraße Zagreb-Split), etwas mehr als einen halben Kilometer westlich vom Zentrum des Dorfes Nova Kršlja. Die Eingänge in alle drei Höhlen befinden sich auf der nördlichen Seite von Baraćeva Brina. Am Fuße von Brina zwischen den Höhleneingängen befindet sich die Quelle Baraćevac, die mit zwei weiteren kleineren (unbenannt) Quellen den Bach Kršlja bildet, der sich wiederum etwa 20 Meter tiefer mit dem Bach Suvaja vereint. Der Bach Kršlja verläuft durch Felder und sein östlicher Zufluss fließt in die Varićak-Höhle ein, wo er die Mehrheit der Wassermasse in ihren Kanälen bildet.

Die Barać-Höhlen hießen einst auch Radaković-Höhlen. Der Familienname Barać existiert in diesem Gebiet nicht mehr – er wird als Toponym für die Zeit vor und nach türkischen Einbrüchen verwendet. Nach mündlichen Überlieferungen stammt der Name der Höhlen von einem Mann mit dem Namen Barać, der in der Nähe dieser Höhlen in einem heldenhaften Kampf einen wütenden türkischen Gigant bewältigt und sich somit Ehre, dass die Höhle nach ihm benannt wurde, verdient hat. Von manchen werden sie Obere oder Untere Höhle genannt, von anderen einfach – die Dritte Höhle, die angeblich nicht mit den anderen zwei in Verbindung gesetzt wird. Wir haben nach den neusten Funden des Einganges und der Lage, nun auch der neuen Kanäle, der Dritten Höhle den Namen die Neue Barać-Höhle gegeben.