Baraćeve Špilje

BARAĆEVE ŠPILJE • BARAĆ CAVES • BARAĆ

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HÖHLE

• Geschichte

Geschichte der Barać - Höhlen

Die ersten schriftlichen Zeugnisse auf diesem Gebiet und über die Barać-Höhlen sind in der Kartographiegeschichte von Krajina von Marsigli aus dem Jahre 1966 zu finden. Während seines Aufenthaltes hat Marsigli die ersten bekannten topographischen Karten der kroatisch-türkischen Grenze in 37 Sektionen im Maß von 1:30000 erstellt.

Die erste schriftliche Spur über die Höhlen ist im Werk Die Wassernoth im Karste von I. T. Bunek aus dem Jahr 1874 zu finden. Besondere Aufmerksamkeit den paläontologischen und archäologischen Forschungen schenkte Herr Prof. dr. Mijo Kišpatić, der diese in der Zeitschrift des Kroatischen Archäologieverbandes /Viestnik Hrvatskog arheologičkoga društva/ aus dem Jahre 1885 und in seinem Buch /Bilder aus der Geologie /Slike iz Geologije/ veröffentlicht hat.
Mit dem Wunsch, die paläontologischen und archäologischen Funde an den Höhleneingängen so gut wie möglich zu erhalten, hat Dr. Kišpatić die Gründung des Ausschusses für Forschung und Pflege der Barać-Höhlen eingeleitet. Die Idee wurde mit Unterstützung der Gemeinde Ogulin in kurzer Zeit verwirklicht, und zwar am 20. Februar 1892. Der Ausschuss zählte 14 Mitglieder (Ante Biljan, Lazo Odanović, Franjo Marković, Josip Radaković, Pero Radaković, Franjo Brajdić, Vjekoslav Cindrić, Željko Šebalj, Pavao Šebalj...). Es wurden Gittertüren an den Höhleneingängen, Gehwege sowie kleine Brücken und Zäune an den gefährlichsten Stellen angelegt. Die Höhlen wurden am 14 August 1892, einen Tag vor dem Feiertag Mariä Himmelfahrt, geöffnet.

Auf eine populäre Weise beschreibt in der Ausgabe von Obzor vom 4. August 1898 Josip pl. Sugh den Ausflug in die Barać-Höhlen. Auf eine fast phantastische Weise schreibt über die Barać-Höhlen auch Dragutin Hirtz in seinen Büchern Lika und Plitvicer Seen /Lika i Plitvička jezera/ aus dem Jahre 1900 und Natürliche Geographie Kroatiens /Prirodni zemljopis Hrvatske/ aus dem Jahre 1905. Im Buch Plitvicer Seen und ihre Umgebung /Plitvička jezera i okolina/ aus 1910 beschreibt Prof. Dragutin Franić die Renovierung der Höhlen, insbesondere erwähnt er die dritte – neue Barać-Höhle, wie dies auch Hirtz in seinen Werken beschrieben hat. Der geschätzte Paläontologe und Speläologe Prof. dr. Josip Poljak hat 1913 mit Professor Koch die Höhlen in der Umgebung der Plitvizer Seen erforscht und 1914 das Werk Die Grotten des kroatischen Karstgebietes II /Pećine hrvatskog krša II/ (Grotten in der Umgebung von Plitvicer Seen, Drežnik und Rakovica) herausgegeben. Die Forschungen wurden im Rahmen von “Naturwissenschaftlicher Erforschung von Kroatien und Slawonien“ vorgenommen. Die Forschungen wurden von der naturwissenschaftlich-mathematischen Abteilung der ehemaligen JAZU aus Zagreb (heute HAZU) – Akademie für Wissenschaft und Kunst – beauftragt. Zum ersten Male wurden Skizzen und Fotografien der Barać-Höhlen veröffentlicht, und zwar der Oberen und der Unteren Höhlen. Der Beschreibung kann man entnehmen, dass die Höhlen bereits damals ungepflegt waren – gebrochene Tropfsteine, niedergerissene Wände, zerstreute Knochen...

Das letzte Schriftstück über die Höhlen stammt vor dem Zweiten Weltkrieg aus der Feder von Dr. Ivan Krajač, eines bekannten Bergsteigers und Erforschers unserer Höhlen. Er hat im Mai 1925 die Barać-Höhlen besucht und diesen Besuch in der 7. Ausgabe der Zeitschrift Kroatischer Bergsteiger im selben Jahre beschrieben. Daraus geht hervor, dass er dort mit einem Bewohner von Kršlja war, und zwar einem guten Kenner von Höhlen, sowie dass sich zu diesem Zeitpunkt niemand um die Höhlen gekümmert hat. Den Worten des Freundes von  Krajač nach, waren die Höhlen vor etwa dreißig Jahren massenhaft besucht, da eine Reihe von Kutschen am Fuße des Barać-Gebirges zu sehen war. Die Besucher kamen aus Plitvice, Rakovica und Senj.

Die Höhlen wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Schriftstück des geschätzten Speläologen und Hydrogeologen Dr.sc. Srećko Božičević, in Unseren Gebirgen /Našim planinama/ Nr. 4 (Artikel Bergsteiger in Kroatien und Speläologie) aus dem Jahre 1956 wieder erwähnt sowie während des Zweiten jugoslawischen speläologischen Kongresses in Split 1958, als Božičević das Werk Schutz von Höhlen Kroatiens und deren Einrichtung für touristische Zwecke /Zaštita pećina u Hrvatskoj i njihovo uređenje u turističke svrhe/ veröffentlichte.

Der Akademiker Dr. Mirko Malez veröffentlichte in der Chronik von JAZU aus dem Jahr 1960 das Werk unter dem Titel Paläontologische Forschung und speläologische Rekognoszierungen in 1959 /Paleontološka istraživanja i speleološka rekognosciranja u 1959. godini/. Über die Barać-Höhlen schrieb auch der kroatische speläologische „Historiker“ Dipl.-Ing. Vladimir Božić, der 1983 in der Zeitschrift Speläologe den Artikel Barać-Hählen einst und heute /Baraćeve špilje nekad i danas/veröffentlichte.
Im Rahmen der systematischen Erforschung von Lika 1960 haben die Speläologen des Zagrebers Vereins SOPD “Željezničar” unter Leitung von Dipl.-Ing. Ivica Posarić die Höhlen erforscht. Im Jahre 1971 hat ebenfalls eine Gruppe von Speläologen aus dem Verein “Željezničar” die Höhlen fotografiert, 1972 erforscht und eingehend topographisch aufgenommen. Nach diesen Forschungen und nach Überlieferungen der Einwohner aus der Umgebung, wurden die Barać-Höhlen außer den erwähnten Gruppen von nur einigen Personen, deren Namen und Absichten nicht bekannt waren, besucht.
Das erneute Interesse für die Barać-Höhlen und das gesamte Gebiet der Gemeinde Rakovica wuchs im speläologischen Sinne 1983, als die Speläologen des Vereins SOPSD “Velebit” ein großes Höhlensystem namens Panjkov ponor – Varićak-Höhle (Muškinja, Ponor Kršlje…) entdeckt haben. Den Forschungen haben sich auch die Speläologen von DISKF angeschlossen, deren Tätigkeit sich hauptsächlich auf Varićak-Höhle, Gebiet von Mašvina (Volovska jama, Kojina jama und einige kleinere Gruben und Höhlen auf Mašvina, sowie Quellen auf der Seite in Richtung des Flusses Korana - Crno vrelo, Zečevac...), auf das Gebiet von Lipovača, Quellen und Höhle in Stara Kršlja, sowie für das Tauchen in Panjkov ponor – Varićak-Höhle (I Hauptsiphon; wiederholtes Tauchen im Siphon des verlorenen Seiles, Grüner Syphon – Schwarze Quelle) bezogen hat.

In diesem Zeitraum hat die Gruppe “Velebit” unter Leitung von Dipl.-Ing. Marijan Čepelak speläologisch und hydrologisch das breite Gebiet der Gemeinde Rakovica gründlich erforscht. Die Verhältnisse von speläologischen Objekten und der gesamten Hydrografie und Hydrogeografie dieses Gebietes, sowie die Beschreibung der Forschungen hat Marijan Čepelak in Unsern Gebirgen Nummer 7/8 aus dem Jahre 1984 und im selben Jahr in Speläologe Nr. 30/31 detailliert veröffentlicht. In der Zeitschrift Unsere Gebirge schreibt er über den Besuch und über die Forschung von Barać-Höhlen, sowie über einen neuen topographischen Entwurf der Oberen und der Unteren Höhle und über die Bestimmung ihres räumlichen Verhältnisses.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Barać-Höhlen in touristischem Sinne vergessen, verwahrlost, in Hinsicht auf Besuche sowie auf die Instandhaltung, obwohl die Spuren der Einrichtung heute noch sichtbar sind. Erst seit kurzem, durch den Beschluss des Gemeinderates von Rakovica vom 31. August 1999, wurde die Initiative ergriffen und der Ausschuss für Sanierung der Barać-Höhlen errichtet. In den Ausschuss wurdenFranjo Franjković, Dipl.-Kauffr. Mira Bićanić, Dipl.-Ing. Tihomir Kovačević, Dr. sci. Mladen Garašić, Dr. Juraj Božičević, Dr. sci. Matija Franković, Dipl.-Ing. Antonija Dujmović, Dipl.-Ing. Nikola Magdić und Ivan Bertović berufen. Der Ausschuss wurde ein Mal zusammengerufen, hat einige Schlussfolgerungen gezogen, jedoch, die wichtigste Schlussfolgerung war, dass er der Träger des gesamten Sanierungsprogrammes der Höhlen in der Gemeinde Rakovica ist.

In der Zwischenzeit wurden einige größere internationale Höhlentauchen-Expeditionen organisiert, die seht erfolgreich waren, da viele neue speläologische Objekte gefunden und erforscht wurden. Renoviert wurde in Nova Kršlja das erste Speläologenheim in der Republik Kroatien, Obere Hähel und Untere Höhle wurden mit Gittertüren verschlossen, eingerichtet wurde die Umgebung der Quelle Baraćevac, es wurde intensiv mit dem Elaborat für den Höhlenschutz begonnen und die Vorbereitungen für die Eröffnung der Höhlen für touristische Zwecke aufgenommen. Erneut wurde die dritte Höhle – Neue Höhle geöffnet, die einige Jahrhunderte ihre Geheimnisse und Geschichten geborgen hat. Es wurde ein neuer topographischer Entwurf aller drei Barać-Höhlen erstellt.

Im Juli 2004 wurden nach 112 Jahren die Höhlen wieder für Besucher geöffnet.